Kurzdefinition SKU - Stock Keeping Unit
Eine SKU, Abkürzung für Stock Keeping Unit ist eine eindeutige interne Artikelnummer zur Identifikation von Produkten im Lager. Anders als öffentliche Barcodes ist die SKU vor allem für Lager, ERP, Shopsysteme und Fulfillment relevant. Sie hilft Unternehmen dabei, Artikel, Varianten und Bestände präzise zu verwalten. Kurz gesagt: Die SKU schafft Ordnung im Warenbestand.
Sie dient dazu:
- Produkte eindeutig zu unterscheiden
- Varianten sauber zu verwalten
- Bestände korrekt zu führen
- Pick-&-Pack-Prozesse zu steuern
- Retouren richtig zuzuordnen
- Reports präzise auszuwerten
Je sauberer das SKU-System, desto effizienter läuft das Lager.
SKU Beispiel
Eine SKU ist ein individueller Code, den Unternehmen selbst vergeben, um Produkte intern zu steuern.
Beispiel: Ein T-Shirt gibt es in drei Größen und zwei Farben. Obwohl es ein Produkt ist, entstehen mehrere Varianten. Jede Variante erhält meist eine eigene SKU. So kann jede einzelne Ausführung exakt verfolgt werden.
Beispiel:
- TSHIRT-BLK-S
- TSHIRT-BLK-M
- TSHIRT-WHT-S
- TSHIRT-WHT-M
Wie funktioniert eine SKU?
Eine SKU wird intern definiert und in Systeme wie ERP, WMS, OMS oder Shops eingebunden. Sobald Ware eingelagert, verkauft oder retourniert wird, läuft die Bewegung über diese Nummer.
Im Lager bedeutet das:
- Scanner erkennen die SKU
- Picklisten zeigen die SKU
- Bestände werden per SKU gebucht
- Nachbestellungen werden SKU-genau geplant
Die SKU ist damit das Rückgrat operativer Produktsteuerung.
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Vorteile einer SKU
Eindeutige Artikelkennungen
Jeder Artikel und jede Variante lässt sich klar identifizieren.
Schnellere Suche
Mitarbeitende finden Produkte schneller im Lager und im System.
Weniger Fehler
Verwechslungen bei Größen, Farben oder Bundles werden reduziert.
Bessere Bestandskontrolle
Lagerbestände lassen sich präzise je Variante steuern.
Saubere Auswertungen
Abverkauf, Retouren oder Topseller werden SKU-genau sichtbar.
Wo steht die SKU-Nummer?
Die SKU-Nummer steht meist nicht prominent für Endkund*innen sichtbar, sondern intern in den jeweiligen Systemen.
Typische Orte:
- ERP-System
- Shopsystem Backend
- WMS / Lagerverwaltung
- Produktstammdaten
- Picklisten
- interne Etiketten
- Lagerlabels
- Produktdatenfeeds
Manche Marken drucken die SKU zusätzlich auf Produktetiketten oder Kartons.
Was ist der Unterschied zu EAN / GTIN?
Das wird häufig verwechselt – ist aber wichtig.
SKU
Interne Artikelnummer, individuell vom Unternehmen vergeben.
EAN / GTIN
Standardisierte globale Produktkennzeichnung für Handel und Scanprozesse.
Kurz gesagt:
SKU = intern
EAN / GTIN = extern standardisiert
Ein Produkt kann daher gleichzeitig eine SKU und eine GTIN besitzen.
Beispiel:
- SKU: SHOE-WHT-42
- GTIN: 4061234567890
Typische Fehler bei SKUs
Unscharfe Variantenzuordnung
Wenn Farben, Größen oder Sets nicht sauber getrennt werden, entstehen Fehlbestände.
Zu komplizierte Nummernlogik
Codes sollten strukturiert, aber praktikabel bleiben.
Doppelte SKUs
Mehrfach vergebene Nummern erzeugen Chaos im Lager.
Schlechte Systempflege
Wenn Shop, ERP und WMS unterschiedliche SKU-Daten nutzen, entstehen Fehler.
Historisch gewachsene Wildsysteme
Viele Unternehmen wachsen schneller als ihre Stammdatenstruktur.
Wie sollte eine gute SKU aufgebaut sein?
Eine gute SKU ist:
- eindeutig
- logisch lesbar
- skalierbar
- systemkompatibel
- kurz genug für operative Nutzung
Beispiel:
MARKENKÜRZEL-PRODUKT-FARBE-GRÖSSE
Wichtig: Einmal sauber definieren und konsequent nutzen.



